Sakramente

Gott ist unsichtbar. Daher glauben viele nicht an ihn. Wir erfahren ja unsere Welt vornehmlich mit Augen und Ohren, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn. Dieser menschlichen Verfassung kommt Gott entgegen, indem er uns sichtbare Zeichen (lateinisch: „sacramentum“) seiner Liebe gegeben hat: Die Sakramente.

Die Kirche kennt sieben Sakramente, die auf Jesus zurückgehen: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Weihe und Ehe. An wichtigen Punkten in unserem Leben wird hier bewusst der Segen Gottes erbeten. Die Sakramente, die in der Regel der Priester spendet, sind nicht nur religiöse Rituale, die immer gleich ablaufen. Sie zeigen uns durch sinnlich erfahrbare Handlungen, was in der übernatürlichen Welt geschieht. Im Priester, in den Worten und Symbolen begegnet uns Gott selber und schenkt uns Anteil an seinem göttlichen Leben.

Sakramente haben also eine Wirkung auf uns. Natürlich kann man Gott überall begegnen und zu ihm beten. Aber im Sakrament ist uns Gottes Gegenwart und die Gnade, die damit verbunden ist, in besonderer Weise geschenkt – unabhängig davon, wie wir uns fühlen ,und unabhängig davon, wie würdig der ist, der sie spendet.

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  • Taufe

    Die TaufeDie Taufe ist der Beginn unseres Lebens mit Christus. Durch sie werden wir Christen und damit Mitglied seiner Kirche. Dies bedeutet jedoch nicht nur eine Mitgliedschaft wie in einem Verein, als ob man einen Mitgliedsbeitrag bezahlen müsste und dadurch gewisse Vergünstigungen erhielte. In der Taufe geschieht etwas Übernatürliches: Wir sterben mit Christus und werden mit ihm auferweckt. Damit sind wir nicht mehr im Machtbereich der Erbschuld und des Todes, sondern werden erfüllt vom Heiligen Geist.

    Sichtbar symbolisiert wird dies in der Tauffeier durch das Zeichen des Wassers: Der Täufling wird dreimal mit Wasser übergossen und auf den Namen des dreifaltigen Gottes getauft. Ursprünglich wurden die ersten Christen ganz untergetaucht, als Symbol des Sterbens mit Christus. Nach dem Auftauchen – Zeichen für die Auferweckung – wurde und wird auch heute noch die Osterkerze entzündet. Sie zeigt: Das Leben des Auferstandenen ist in uns und beginnt schon jetzt. Ein weiteres Symbol dafür ist das weiße Gewand, das der Täufling anlegt oder angezogen bekommt: Er ist jetzt Christ und ist – wie Jesus Christus – Sohn bzw. Tochter Gottes.

  • Eucharistie / Erstkommunion

    Die EucharistieDie Eucharistie ist das wohl geheimnisvollste Sakrament. Es ist schwer zu verstehen, wie Gott sich so klein machen kann: Er legt seine ganze Gegenwart in ein kleines Stückchen Brot. Jesus hat uns am Abend vor seinem Tod dieses Versprechen gegeben: „Nehmt und esst alle davon – das ist mein Leib – das ist mein Blut.“

    Immer wenn ein Priester die Worte Jesu spricht, dürfen wir sicher sein, dass wir Jesus selbst in der Hostie empfangen dürfen. Für dieses großes Wunder können wir nur danken! Dies hat der Feier den Namen gegeben: „Eucharistie“ heißt nämlich „Danksagung“.

     

  • Firmung

    Die FirmungUrsprünglich gehört die Firmung zur Taufe dazu: Auch sie ist ein Sakrament, das den Beginn unseres Lebens mit Gott markiert. Sie „vollendet“ die Taufe. Der Bischof ruft den Heiligen Geist über die Firmlinge herab, legt ihnen die Hände auf und salbt sie mit Chrisam.

    Chrisam kommt von dem griechischen Wort „Christus“ (hebräisch: „Messias“), was soviel heißt wie „der Gesalbte“. Die jungen Christen sollen in das christliche Leben und in die Kirche hineinwachsen. Sie sollen nun mit Hilfe der Gaben, mit denen sie der Heilige Geist ausrüstet, ihre Verantwortung in Kirche und Welt übernehmen.

     

  • Buße und Beichte

    Die BeichteBeichten ist heute nicht mehr „in“. Leider – denn wer den Segen eines solchen Neuanfangs erfährt, wird dieses Sakrament nicht mehr missen wollen. Nach dem Bekenntnis unserer Schuld, die wir bereuen, spricht uns der Priester die Vergebung Gottes zu. Die Macht der Sünde und des Todes wird dadurch gebrochen, und wir werden frei für einen Neubeginn.

     

     

     

  • Ehe

    Die EheDas Sakrament der Ehe markiert eine der wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens. Hier macht ein Symbol das übernatürliche Geschehen sichtbar:

    Bei der Eheschließung wickelt der Priester die Stola um die Hände der Brautleute zum Zeichen dafür, dass sie für immer zusammengehören.

    Wenn Sie in unserer Pfarreiengemeinschaft heiraten möchten, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro.

     

  • Priesterweihe

    Die PriesterweiheAuch die Priesterweihe ist eine der wichtigsten Lebensentscheidungen. Wir stellen freiwillig unser ganzes Leben in den Dienst Gottes und entscheiden uns für die Ehelosigkeit.

    Bei der Weihe werden den Kandidaten für das Diakonen-, Priester- oder Bischofsamt vom Bischof die Hände aufgelegt, um zu zeigen, dass Jesus seine Vollmacht und seinen Heiligen Geist nun ihnen für ihren spezifischen Dienst überträgt.

     

     

  • Krankensalbung

    Die KrankensalbungVor allem in schweren Zeiten der Krankheit und des nahenden Todes will Christus bei uns sein. Dies wird deutlich, wenn der Priester zu einem Kranken gerufen wird und ihn mit einem Gebet um Stärkung und Beistand des Heiligen Geistes unterstützt. Dabei salbt er den Kranken mit dem Öl, das speziell zu diesem Zweck geweiht worden ist.

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