Ein neues Projekt wartet auf uns zu Beginn des Septembers. Als Nachfolger unseres derzeitigen Kaplans kommt ein Priester voraussichtlich aus Indien zu uns. Im Rahmen des Projektes „Priester aus der Weltkirche“ werden in den kommenden Jahren Priester vornehmlich aus Indien in unser Bistum kommen und hier das kirchliche Leben mitgestalten.
Für die Priester aus einem fernen Land und einer fremden Kultur ist das ein großer Schritt. Sie kommen zu uns, um mit uns das Leben zu teilen. Sie kommen zu uns und lassen alles in der Heimat zurück: Ihre Kultur, ihre Sprache, ihre persönlichen Kontakte zu vertrauten Menschen.
Sie sind zunächst hier bei uns fremd. Sie kommen dennoch, kommen um mit uns als Christen hier den Glauben an Gott zu leben. So sind auch wir herausgefordert. Wir sind gefordert, auch das zu geben, was diese Priester bereit sind uns zu geben: Das Leben miteinander zu teilen. Im Pfarreienrat hatten wir dazu die Idee, Menschen zu suchen, die bereit sind auf verschiedene Weise mit unserem künftigen Kaplan das Leben zu teilen. Menschen, die bereit sind, ihm einen Einblick in ihr Leben und unsere Kultur zu gewähren. Wir suchen also Menschen aus unseren Dörfern, die den neuen Kaplan einladen. Einladen und ihm ihr Dorf zeigen, einladen zu ihrem Hobby und ihm das zeigen, was ihr Leben erfüllt, etwa mit in den Chor an einem Abend nehmen, mit auf den Sportplatz, mit zum Angeln, zu einem Ausflug. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Alles, was dazu dient, dass unser neuer Kaplan einen Einblick in unser Leben gewinnt und von Anfang an einbezogen wird in unsere Gemeinschaft. Wer bereit ist ein Stück seines Lebens mit dem neuen Kaplan zu teilen, der melde sich im Pfarrbüro. Wir legen eine Liste an. Der künftige Kaplan kann dann entscheiden, was er wann annehmen will und kann. Heißen wir unseren künftigen Kaplan willkommen in dem wir auf diese Weise das Leben mit ihm teilen.